HTPC Marke Eigenbau
Als ich vor einigen Monaten den Media Receiver von T-Home bzw. die grafische Benutzeroberfläche in Aktion sah, wollte ich so etwas unbedingt haben. Normalerweise würde ich jetzt also zum Telekom Shop gehen und Entertain beauftragen. Leider gibt es bei der Sache ein Problem: Bei mir gibt es nur DSL Light was beudetet, dass ich kein Entertain bekommen kann. Nun überlegte ich mir schon seit einiger Zeit, mir einen Festplattenrecorder zuzulegen, am besten einer der noch einen DVD-Player / Brenner sowie einen digitalen Satellitenreceiver eingebaut hat. Und: Die Benutzeroberfläche muss gut Aussehen. An alle die jetzt eBay öffnen: Zum Suchbegriff “Festplattenreceiver mit schöner Benutzeroberfläche” wird nichts gefunden
Ich überlegte mir also was dieser Media Receiver eigentlich ist. So gesehen ist es eigentlich ein PC mit allem drum und dran, CPU, Arbeitsspeicher, Festplatte… Und als Betriebssystem Windows CE. Nun, wie kommt man nun zum OSD von diesem Media Receiver? Ganz einfach: Es handelt sich um eine Komposition aus Windows CE und Microsoft Windows XP Media Center Edition (MCE). Hier zum Vergleich ein paar Screenshots:
(coming soon)
Hier sieht man das Hauptmenü von Microsoft Windows XP Media Center Edition und daneben das Hauptmenü des Media Receivers. Bis auf den Einsatz von magenta statt grün sieht sich das doch sehr ähnlich.
Das Ziel
- eine “All-in-one”-Lösung
- DVD-Player
- Festplattenrecorder
- SAT-Receiver
- Netzwerkanbindung
- Datencenter (Musik, Videos…)
- Online-Radio
- ansehnliche Benutzeroberfläche
- bedienbar per Fernbedienung
- HD fähig (nur DVB-S2, kein HD-DVD oder BluRay)
- geräuscharm
- angenehmes Aussehen (Wohnzimmertauglich)
- Stromsparend
- So wenig Fremdsoftware wie möglich
Die Vorteile eines HTPCs gegenüber einer fertigen All-in-one Lösung:
- Software kann beliebig installiert werden
- Hardware kann den Bedürfnissen angepasst werden
- Updates für Software ohne weiteres möglich
- Leichte Bedienung, da man ggf. mit dem Betriebssystem vertraut ist.
- ALLE Codecs verfügbar (Divx, Xvid…)
Für folgende Komponenten habe ich micht entschieden:
- Prozessor: AMD Athlon64 X2 4450e 2×2.3GHz (ca. 45€)
- Mainboard: MSI K9N Neo V2 (NVIDIA nForce 520 Chipsatz) (ca. 55€)
- Grafikkarte: ASUS EN7300GT Silent (ca. 45€)
- Arbeitsspeicher: 2GB Corsair TWIN2X2048-6400 (ca. 37€)
- Soundkarte: Trust 514DX 5.1 Sound Expert Optical (ca. 27€)
- Netzteil: beQuiet! P7 Pro (450W) (ca. 88€)
- TV-Karte: TerraTec Cinergy S2 (ca. 76€)
- DVD-Brenner: SAMSUNG SH-S203D (ca. 35€)
- HDD: Maxtor 6V160E0 (NP: ca. 50€ !!, nicht in den Preis für Hardware mit eingerechnet)
- Prozessorkühler: Scythe Shuriken (ca. 26€)
- Gehäuse: SilverStone LaScala-Serie SST-LC17S (ca. 124€)
- Fernbedienung: Phillips RC1974506 (ca. 15€)
- Tastatur & Maus: Medion, Funk, ohne Bezeichnung (ca. 10€)
- Betriebssystem: Microsoft Windows Vista Ultimate (bzw. das Vista Media Center) (ca. 139€)
- Sonstige Software
- DVBViewer Pro (15€)
- DVBSBridge (ca. 16€)
- Vista Codec Pack (Kostenlos)
–
Preis für Hardware: ca. 583€
Preis für Software: ca. 170€
753€ TOTAL
Prozessor
Für diesen Prozessor habe ich mich aus mehreren Grünen entschieden. Zum einen bin ich eingefleischter AMD-Fan, zum anderen ist dieser Prozessor nahezu perfekt für einen HTPC geeignet. Es handelt sich nämlich um ein “Energiesparmonster” (macht sich durch das e in 4450e bemerkbar). Lt. technischen Daten verbraucht er gerade mal 45W. Das bringt natürlich nicht nur ein Plus auf der Stromrechnung: Auch der Kühler muss nicht auf Hochtouren arbeiten, um den Prozessor kalt zu bekommen.
Mainboard
Nun, viele Sagen dieses Mainboard wäre ein Griff ins Klo. Dies kann ich aber (bisher) nicht bestätigen. Aufgepasst: Wer auf Firewire wert legt sollte sich für den großen Bruder (MSI K9N Neo V3) entscheiden. Achtung: Wer plant eine Grafikkarte mit großem Kühler einzubauen sollte sich nach einem anderen Board umsehen. Die BIOS-Batterie (und ggf. auch die Northbridge) liegt doch sehr nahe am PCI-E Slot und daher könnte es passieren, dass große Grafikkarten nicht reinpassen.
Grafikkarte
Natürlich soll es leise sein. Daher habe ich mich für die passivgekühlte EN7300GT entschieden da ich aus Erfahrung weiß, dass die TV-Karte meistens die lauteste Komponente im PC ist. Außerdem besitzt sie einen S-Video Ausgang welcher es ermöglicht, einen Fernseher (good old Röhre) daran anzuschließen (ggf. mit entsprechendem S-Video -> SCART Adapter). Eine Übertragung des Bildsignales per S-Video ist der per Cinch vorzuziehen, da die Bildqualität besser ist. Eine TV-Karte mit SCART-Anschluss konnte ich leider nicht finden, das wäre mir immer noch am liebsten gewesen.
Arbeitesspeicher
Zum RAM gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Es sind eben 2x 1GB DDR2-800 Riegel und sie tuen ihren Dienst.
Soundkarte
Da ich bereits einen A/V-Receiver von Pioneer besitze, gab es an die Soundkarte eigentlich nur eine Anforderung: Einen digitalen Soundausgang. Wer auf viele Anschlüsse steht ist mit der TRUST 514DX bestens bedient: Sie stellt neben den obligatorischen Klinkenbuchsen noch einen koaxialen digitalen Ausgang sowie einen optischen Ausgang (beide auch als Eingänge vorhanden) bereit. Dadurch belegt sie aber 2 PCI-Slots, da die digitalen Anschlüsse auf einem gesonderten “Slotblech” angebracht sind, welches per Flachbandkabel mit der Soundkarte verbunden wird.
Netzteil
Die Geschichte mit dem Netzteil ist eine längere. Ursprünglich sollte es kein beQuiet! werden. Warum? Bei K&M Elektronik ist in den Kundenrezensionen des öffteren zu lesen, dass die Netzteile von beQuiet! scheinbar oft zu starken Rauchern werden. Da mir die Folgen des Passivrauchens dann doch zu schwerwiegend waren entschied ich mich, dieses Netzteil nicht zu kaufen. Also sollte es ein X-Spice Kira CS 430W werden. X-Spice ist ein Neueinsteiger und diesem wollte ich nun eine Chance geben – was sich als Fehler herausstellte, zumindest bei diesem Netzteil (vielleicht einfach nur Pech gehabt). Das Netzteil gab schon nach zwei Tagen sporadischen Betriebs den Geist auf. Das nenne ich einen Griff ins Klo. Da ich auch mit meiner ersten TV-Karte nur Probleme hatte, hatte ich keine Lust mehr und lies das Projekt erstmal zwei Monate ruhen. Außerdem hatte ich wichtigeres zu tun.
Da ich die grob 500€ aber nicht einfach nur verstauben lassen wollte habe ich mich am letzten Montag dazu entschieden, wieder weiterzumachen. Also wollte ich erstmal das Netzteil austauschen. Schade, Rechnung und gelber Seriennummernaufkleber von KM abhanden gekommen (vermutlich entsorgt). Jeder darf sich nun seinen Teil zu meinem Ordnungssystem denken
Nun denn, da stehen trotzdem noch (OK, ohne Netzteil und TV-Karte) 400€ die da vor sich hin verstauben. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und mir ein neues Netzteil kaufen. Diesmal sollte es dann doch das oben genannte beQuiet! werden. Hätte ich es doch nur gleich so gemacht…
Das Netzteil hat gegenüber dem Kira CS mehrere Vorteile:
Kabelmanagement
Bei dem Gehäuse handelt es sich zwar um ein vollwertiges ATX-Gehäuse, aber dennoch ist weniger Platz vorhanden als in einem Bigtower. Daher ist jedes Kabel störend. Beim P7 Pro von beQuiet! ist es möglich nur die Kabel anzuschließen, die man auch wirklich braucht. Da wäre z.B. das PCI-Express Stromkabel, welches bei meiner Grafikkarte gar nicht nötig ist. Oder massenhaft 4-Pin Molex, welche ich zum Großteil auch nicht brauche. Diese steckt man einfach nicht ein und schon ist um einiges mehr Platz im Gehäuse.
Integrierte Lüftersteuerung & Lüfternachlaufsteuerung
Die Lüfter von Enerax die ich einbaute sind zwar schon leise, aber dennoch: Vom Netzteil geregelt ist auf jeden Fall besser als gar nicht geregelt. Außerdem laufen die Lüfter noch fünf Minuten weiter, nachdem man den PC heruntergefahren hat (sofern man nicht den Netzstecker zieht). Dadurch wird die Abwärme, die sich durachaus auch noch nach dem Ausschalten aufstauen kann, abtransportiert. Somit ist eine längere Lebenszeit der Komponenten gewährleistet.
…Psst…
Natürlich ist das beQuiet! auch um einiges leiser als das Kira CS. Ich kann es besser gesagt gar nicht hören. Um festzustellen ob es läuft, musste ich mit einer Taschenlampe durch das Lüftergitter des Gehäuses leuchten.
TIPP: Vertraue niemals alleine auf das “SUPER SILENT” im Produktname oder in der Beschreibung des Herstellers. Ein 500W Netzteil für 18€ ist in den seltensten Fällen leise. Investiere lieber eine halbe Stunde mehr Zeit, um bei Google nach Reviews oder Tests zu suchen. Eine gute Hilfe ist auch der Einkaufsführer von PC Games Hardware.
TV-Karte
Die erste TV-Karte war ebenfalls ein Schuss ins Blaue: Es sollte eine TechniSat Skystar 2 sein. Diese wurde mir in Foren empfohlen. Vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass ich die TV-Karte mit dem VMC nutzen möchte. TechniSat liefert zwar eine verkrüppelte Version des (durchaus empfehlenswerten) dvbViewers mit, allerdings:
[...] Die Windows Broadcast Driver Architecture schränkt leider die Nutzungsmöglichkeiten unserer Sat-Karten erheblich ein, weshalb wir hier auf eine Anpassung verzichteten.[...]
Klartext: Es sind keine BDA-Treiber vorhanden. Für Linux-User natürlich kein Problem, denn diese Karte ist scheinbar mit Linux völlig kompatibel. Zu VMC leider völlig inkompatibel. Leider leider ist dies kein Grund zum Umtausch. Da die Karte funktioniert und sogar eine Fernbedienung mitgeliefert wird (welche allerdings mehr schlecht als recht funktioniert, zumindest mit dem DVBViewer), werde ich sie vermutlich bei eBay verkaufen. Wer interesse hat, kann sich gerne bei mir Melden
Auf jeden Fall musste nun eine neue TV-Karte her (auch letzten Montag), welche auch mit VMC kompatibel ist. Am ende sollte es dann eine TerraTec Cinergy S2 sein, welche dann auch HD-TV unterstützt. Von dieser Karte habe ich bisher viel positives gehört, deshalb habe ich sie ohne weitere Recherchen gleich im K&M Shop mitgenommen.
Zwar funktioniert auch diese Karte nicht auf Anhieb mit dem VMC, aber dennoch: Sie läuft jetzt. Man muss aber dennoch auf einen anderen Treiber zugreifen als den Originaltreiber. Am besten bedient ist man mit dem UniversalDVB-Programm welches aus von Microsoft unterstützt wird. Die Idee dahinter: VMC kann nicht mit DVB-S Signalen umgehen. Diese Software wandelt also das DVB-S Signal für VMC zu einem DVB-T Signal um (bzw. verkleidet es einfach). Dadurch können die Kanäle dann im VMC geschaut werden. Auch HD-TV ist möglich. Zwar kann ich das nicht so oft nutzen (ich habe wie gesagt nur eine good old Röhre), aber man muss ja auch etwas an die Zukunft denken.
Doch auch die Lösung per UniversalDVB war nicht die beste: Oft stockte das Bild. UND JETZT AUFGEPASST: Man deinstalliert die aktuelle nVidia ForceWare (Vielen vielen Dank an brampftl) und nimmt statdessen eine ältere oder gar keine Version. Ganz ohne ist mir zwar nicht recht, aber derzeit läuft es mit dem Microsoft Grafikkartentreiber der bei Vista mitgeliefert wird. Also, TV an sich läuft, auf die softwaretechnischen Modifikationen möchte ich erst später eingehen.
DVD-Brenner
Da ich bereits das selbe Modell in meinem Desktop-PC verwende dachte ich, dass ich mir einfach das gleiche nochmals kaufe. Guter Preis, gute Leistung. Aber: Auch wenn 1000 mal dransteht, dass das Gerät leise ist, ist es trotzdem zu laut für einen HTPC (und meiner Meinung nach auch für jeden anderen PC). Deshalb sollte man sich auf jeden Fall Gedanken über den Einsatz von DVD-Silencer machen, da das Geräusch beim DVD schauen wirklich unerträglich ist. Angebunden ist der Brenner über SATA. Er brennt auch Dual-Layer, was mir wichtig war. Warum kein BluRay oder HD-DVD Laufwerk? Klar. Derzeit heißt es zwar, dass sich jetzt endlich BluRay durchgesetzt hat, aber da ich trotzdem nicht viel Geld für das Laufwerk ausgeben wollte, tut es der Samsung vorerst. Wie oben in den Vorteilen des HTPCs beschrieben, kann ich das Laufwerk ja jederzeit auswechseln und gegen den neuen Standard tauschen.
HDD
Zur Festplatte gibt es auch nicht viel zu sagen, nur dass ich sie eben noch übrig hatte und sowie so mal formatieren wollte. 160GB reichen vorerst aus, auch wenn davon schon allein 40GB von Vista belegt werden. Allerdings rate ich jedem von Maxtor ab: Mir sind von dieser Festplattenserie schon drei Stück kaputt gegangen und von den Maxtor Diamonds auch mindestens drei. Lieber etwas (es ist nun wirklich nicht viel) mehr ausgeben und eine gute Western Digital oder Samsung kaufen.
Festplattenentkopplung
Man sollte seine Festplatte auf jeden Fall entkoppeln. Dazu habe ich einen Entkopplungsrahmen von Sharkoon, namentlich den HDD VIBE FIXER eingebaut. Dieser belegt zwar einen 5,25“ Laufwerksschacht, macht die ganze Sache aber durch die so genannte “Gummiring Aufhängung” deutlich angenehmer. Die Maxtor ist nicht die leiseste, deshalb ist diese Maßnahme meiner Meinung nach für einen leisen PC zwingend erforderlich. Man kann die Festplatte jetzt immernoch gut höhren, aber deutlich leiser als ohne Entkopplung. Optional lässt sich noch ein 80mm Lüfter befestigen.
Prozessorkühler
Auch die Wahl des Prozessorkühlers sollte man wohl überlegt durchführen. Nach einem Artikel aus der c’t (an den ich meine Konfiguration angelehnt habe) wäre der Scythe Shuriken eine gute Wahl. Mein erster Eindruck: Viel zu laut. Doch jetzt kommt der AMD 4450e ins Spiel: Da dieser sehr wenig Abwärme produziert kann man die Lüfterdrehzahl im BIOS ohne Bedenken auf 60% oder gar 50% reduzieren. Falls der Prozessor wieder erwartens dann doch etwas wärmer wird, kurbelt das BIOS automatisch am Lüfter, damit der Prozessor nicht kaputt geht. Das ist mir aber bisher nicht einmal im HD-TV Betrieb passiert, was eindeutig für Lüfter und Prozessor spricht.
Auf Scythe habe ich deshalb vertraut, da ich in meinem Desktop-PC schon den Scythe Mine Cooler für AM2 einsetze und dieser unhörbar ist. Doch der Mine Cooler ist für das HTPC-Gehäuse etwas zu klobig und desshalb nicht zu empfehlen.
Doch noch ein Plus für den Kühler: Durch seine Architektur kühlt er nicht nur den Prozessor, sondern auch umliegende Komponenten wie z.B. die Grafikkarte, RAM oder die Northbridge (welche ebenfalls nicht durch einen nervigen 40mm Lüfter, sondern passiv gekühlt wird) gleich mit, was sich ebenfalls positiv auf die Lebenszeit der Komponenten auswirken dürfte.
Tipp: Der Kühlkörper lässt sich trotz innovativer Befestigungstechnik sehr schwer anbringen. Es ist (wie in diesem Sektor normal nicht üblich) leichte Gewalt anzuwenden, um dem Kühler bombenfesten Halt am Sockel zu verschaffen. Keine Angst, der Prozessor nimmt dabei keinen Schaden. Man muss die “Flügel” nur wie ein irrer zur Seite drücken, was mir so manchen schmerzenden Daumen beschert hat. Doch sitzt er einmal sitzt er für immer. Man braucht keine Angst haben, dass er abfällt (das gleiche beim Mine Cooler).
Gehäuse
Doch nun zum wichtigesten Teil, das man wohl die meiste Zeit sieht: Das Gehäuse. Es handelt sich wie gesagt um ein SilverStone LC17S. Es ist in silber gehalten (aber auch in schwarz erhältlich) und bekommt durch seine Front aus gebrushtem Aluminium wohl kaum Kratzer. Es stellt 4x Front-USB, 1x Firewire (sofern vom Mainboard unterstüzt), eine Kopfhörer- und eine Mikrofonbuchse bereit. Nun habe ich aber gelesen, dass die Soundqualität über diese Buchsen eher schlecht sein soll. Dies kann zum einen daran liegen, dass das Anschlusskabel quer durch das Gehäuse (und somit z.B. an Lüftern oder der Festplatte vorbei) läuft, zum anderen daran, dass die Klappe, welche die Front-Anschlüsse bei nichtbenutzung gut versteckt durch einem Magneten gehalten wird. Überprüfen kann ich das zwar nicht, aber ich tippe einfach mal auf den – nicht gerade schwachen – Magneten. Da ich die Audiobuchsen aber sowie so nicht benutze (PC wird ja an den A/V-Receiver angeschlossen) spielt das für mich eigentlich keine sonderlich große Rolle.
Noch ein Vorteil des Gehäuses: Das Netzteil wird so angebracht, dass der Lüfter direkt durch die Lüftergitter im Gehäuse die warme Luft abtransportieren kann.
Die Abstände zwischen den drei Käfigen (1 Käfig á 2x 5,25″ extern, 2 Käfige á 3x 3,5″ intern) können gut dazu benutzt werden, um zu lange oder nicht gebrauchte Kabel aus dem Lüfterstrom zu entfernen. Denn in den 3,5″ Käfigen kann jeweils ein 80mm Lüfter befestigt werden, der der Festplattenkühlung (in meinem Fall zwar nicht) dient.
Tipp: Niemals einen normalen Midi-Tower als HTPC-Gehäuse (bzw. liegend) benutzen. Dadurch sind die Festplatten nämlich nicht horizontal sondern Vertikal ausgerichtet, was die Lebenszeit drastisch verkürzen dürfte.
Gehäuselüfter
Setzt man auf eine oder mehrere passiv gekühlte Komponenten sind dafür Gehäuselüfter erforderlich, die einen Luftstrom erzeugen der die Komponenten mit frischer Luft versorgt bzw. die Abwärme abtransportiert. Dabei ist immer darauf zu achten, dass der Luftstrom nicht durch z.B. seitlich angebrachte Lüfter gestört wird. Man stellt sich den Luftstrom einfach als Fluss vor, der da vor sich hin fließt. Genau so sollte auch der Luftstrom im Gehäuse aussehen. Ich habe es so gelöst, dass die zwei mitgelieferten und schon eingebauten Lüfter an der Rückseite des Gehäuses nach außen blasen und zwei Enermax Warp Lüfter mit eingebauter (aber im 3,5″ Käfig etwas schwer zugängliche) Lüftersteuerung für Frischluft von vorne her sorgen.
TIPP: Auch die Lüftersteuerungen für die Enermax Warp Lüfter müssen mit Gewalt angebracht werden. Es geht wirklich nicht anders. Man sollte die Schraublöcher mit einer Zange auseinander drücken, anders bekommt man die Lüftersteuerung (besser gesagt ein Poti) nicht zwischen die zwei Schraublöcher.
Da auch der Netzteillüfter nach außen bläst, wird ein Unterdruck erzeugt. Dadurch bleibt allerdings der Staub im Gehäuse eher liegen, als bei Überdruck. Deshalb sollten die Lüfter, die frische Luft ins Gehäuse bringen, schneller drehen als die die nach außen blasen. Nach diesem Prinzip kühle ich auch meinen Desktop PC schon seit gut drei Jahren (natürlich mit wechselnden Komponenten
) und ich habe sehr wenig Probleme mit Staub.
Fernbedienung
Von anfang an war klar: Der HTPC muss natürlich mit einer Fernbedienung gesteuert werden. Also schaute ich mich etwas bei eBay um und fand eine sehr schicke Fernbedienung extra für das (Vista) Media Center von Phillips. Es sind alle wichtigen Tasten vorhanden. Auch der obligatorische “Green Button” zum öffnen des Media Centers fehlt nicht. Das (mitgelieferte) Infrarotempfänger hat ein sehr langes USB-Anschlusskabel. Dadurch kann man den HTPC auch in eine entlegene Ecke des Zimmers stellen, wo er keinen stört. Inwiefern das natürlich Sinn macht (bei einem so Schicken Gehäuse, aber auch dem Anschlusskabel für 5.1 / Stereo / SAT / Fernsehbild) bleibt natürlich dahingestellt.
Da ich aber sowie so in betracht ziehe eine Universalfernbedienung zu benutzen, spielt das Design eigentlich keine Rolle.
Maus & Tastatur
Kurz nachdem ich den HTPC zusammengebaut habe fiel mir auf, dass es einfach nicht ohne Maus und Tastatur geht. Zum Beispiel die Eingabe zur Suche einer TV-Sendung oder eines Musiktitels im VMC stellt sich für einen nicht geübten SMS-Schreiber (bzw. mit einer QWERTZ-Tastatur arbeitenden) Benutzer als Tortur heraus. Es ist und bleibt eben ein PC mit einem Betriebssystem. Selbstverständlich darf es kein Modell mit Kabel sein, da jenes doch sehr stören würde. Also habe ich mich abermals bei eBay umgesehen und das nächstbeste Maus & Tastaturset gekauft. Es steht Medion drauf und es funktioniert. Zumindest die Tastatur, mit der Maus habe ich mich bisher nicht abgegeben. Für die Tastatur werden (leere) Batterien mitgelifert und die Maus besitzt Akkus.
Man sollte bedenken, dass der Akku der Maus bei längerem Gebrauch aufgeladen werden muss, was über die USB-Buchse geschieht (das Ladekabel wird vorne unter dem Mausrad eingesteckt, damit die Maus auch beim Aufladen genutzt werden kann). Damit es nicht komisch aussieht sollte man das Ladekabel an einer hinteren Buchse anschließen oder ein Netzteil kaufen, welches die Maus mit Strom versorgen kann. Dadurch kann sie auch in der Nähe des Sofas geladen, bzw. im Falle eines Falles auch benutzt werden. Die Maus wirkt etwas billig und schlecht verarbeitet. Nicht so die Tastatur. Das Schreiben geht angenehm von der Hand (ich schreibe diesen Artikel gerade über die Funktastatur), auch wenn man mit der Funktastatur wohl nicht allzu viel machen wird. Der Empfänger leuchtet bei jedem Anschlag kurz blau auf, was sich als nervig herausstellen könnte. Das ist allerdings scheinbar bei allen Funktastaturen der Fall.
Betriebssystem
Die guten Seiten
Warum ich mich für Windows Vista entschieden habe? Ganz einfach. Das Media Center von Windows Vista ist optimal Designed und der Bediencomfort ist (gegenüber z.B. Windows XP Media Center Edition oder der Freeware Alternative Media Portal) deutlich höher, da im Menü nicht nur nach oben und unten, sondern auch nach links und rechts gescrollt werden kann. Ja, ich lege auf so etwas einfach wert. Denn immerhin muss ich es dann ja auch die nächsten Jahre jeden Tag sehen. Auch die Animationen sind gut realisiert. Für freunde der Aero-Oberfläche ist es auf jeden Fall ein Augenschmaus
Das Media Center ist nur in Vista Home Premium und Vista Ultimate verfügbar.
Die dunkle Seite
Gut, genug geschwärmt, jetzt zu den negativen Seiten. Microsoft hielt es bisher für nicht angebracht, eine anständige DVB-S sowie EPG-Unterstützung einzubauen. Derzeit wird das TV-Programm von Microsoft (glaube ich zumindest) heruntergeladen. Dadurch kann natürlich nicht so schnell auf Programmverschiebungen (zum Beispiel wenn Wetten Dass? läuft) reagiert werden, wie es per EPG der Fall ist. Außerdem Funktioniert der Videotext nicht. Auch die Senderliste kann nicht sortiert werden. Besonders tragisch: Die DVB-S Radiosender sind nur über den Menüpunkt “Live TV” zu erreichen. Und da man die Liste wie gesagt nicht sortieren kann, sind die Radio auch noch mit den TV-Sendern vermischt. Da ich oft und gerne sunshine live (Radiostream aufgrund von besagtem DSL Light ausgeschlossen) höhre ist das natürlich sehr sehr schlecht. Auch lassen sich TV-Aufzeichnungen nicht schneiden, daher lässt sich die Werbung nicht entfernen. Es gibt auch keine Möglichkeit Werbung zu überspringen. Auf diese Funktion sollte man auch nicht hoffen, da Microsoft Partner einiger Global Player im TV-Geschäft ist.
Aha
Doch da gab es Licht im Dunkel: Microsoft Fiji, auch bekannt als Windows Media Center TV Pack wurde vorgestellt. Doch hält es Microsoft nicht für angebracht, dieses Update den Endkunden zur Verfügung zu stellen. Nein, Fiji kann nur an OEM-Hersteller verteilt werden, da es andere Anforderungen an das System stellt als das Media Center bzw. Vista selbst. Natürlich. Es ist zwar mit viel geflicke möglich, dieses Update auch auf dem heimischen PC zu installieren, allerdings ist das nicht legal und wird von mir an dieser Stelle (aus rechtlichen, nicht gewissentlichen Gründen) nicht weiter beschrieben. Einfach Google fragen.
Und nu?
Ja, jetzt habe ich ein VMC das weder richtig, noch gar nicht funktioniert. Also alles in allem ein eher nicht sehr überzeugendes Ergebnis.
Wie oben bereits angesprochen gibt es dennoch Möglichkeiten, das DVB-S Signal in das VMC zu bekommen. Eine davon ist UniversalDVB, welches allerdings weder das Fehlende EPG, noch die fehlende Sortiermöglichkeit in das VMC einbindet.
DVBViewer in Verbindung mit DVBSBridge
Also war ich weiterhin auf der Suche nach einer Lösung. Dabei steiß ich auf einen Forenbeitrag auf http://mce-community.de. Demnach kann man mit DVBViewer und dem Plugin DVBSBridge das selbe erreichen wie mit UniversalDVB. Aber: Die Kanalliste lässt sich nach belieben sortieren. Außerdem werden nur die Kanäle gefunden, die man in die Liste schiebt. Dadurch entfällt das lästige deaktivieren der Sender (gefühlte 99% unnütze “Dauerwerbesendung”-Sender die da über DVB-S in den Äther gespammt werden) über das VMC Menü. Außerdem gibt es für DVBViewer zahlreiche Plugins welche einem das Leben erleichtern. Ich war erst etwas skeptisch, vor allem weil es von DVBViewer keine Testversion gibt. Also habe ich das Programm auf gut Glück gekauft und siehe da: Es funktioniert. Das Bild ruckelt kein bisschen. Laut einem anderen Forenbeitrag dauert das Umschalten zwischen den Sendern etwas länger. Doch wer mit DVB-S bereits unterwegs ist oder es sich anschaffen will, muss sowie so mit einer längeren Umschaltzeit rechnen, als bei analogem TV. Da ich mir das Zappen abgewöhnt habe und lieber das EPG (welches übrigens auch per DVBViewer für das VMC bereitgestellt werden kann) zu rate ziehe ist das nicht weiter schlimm.
Wenn man die Installationsanleitung der DVBSBridge aufmerksam liest und alle Anweisungen befolgt kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Einziger Nachteil: Man muss alle Sender aus der Senderliste einzeln in die Liste ziehen (kein Multiselect möglich), die später von VMC gefunden werden kann. Damit kann man aber gut leben.
Weitere Kniffe
Auf jeden Fall sollte Aero deaktiviert werden. Wenn man das VMC beim Windows Start automatisch starten lässt und die Taskleiste automatisch verbirgt, bekommt man den Skin sowie so nie zu Gesicht. Das Ausschalten des PCs geht direkt im VMC.
Ziele erreicht?
Eine “All-in-one”-Lösung
Eine All-in-one-Lösung ist es auf jeden Fall. Durch gewisse Kniffe kann man VMC dazu bringen, das zu tun was man will. Auch ist es möglich durch Plugins z.B. Online Radiosender (wie Digitally Imported) in das VMC einzubinden. Musik und Video werden eigentlich vom Windows Mediaplayer wiedergegeben. Durch den Vista Codec Pack kann man so gut wie alle Formate wiedergeben.
Auch Bilder sind gut sortiert und erreichbar. Die Diashow hat um einiges bessere Überblendungen wie so mancher teure DVD-Player. Und wenn man Bilder von einer DVD abspielt müssen diese nicht erst fünf Sekunden lang aufgebaut werden sondern werden sofort angezeigt.
DVDs schauen macht auch Spaß. Es ruckelt nichts. Auch hat man mit seinem HTPC einen fähigen Festplattenrecorder der so manchen gekauften an Geräuschlosigkeit “übertönt”. Der Speicherplatz ist variabel, 2TB – Kein Problem. Auch lassen sich Bilder und Videos sowie TV-Aufzeichnungen direkt auf DVD brennen. Schade: Die TV-Aufzeichnungen lassen sich nicht schneiden. Es dürfte aber ein Plugin geben (zum Beispiel Cutter) welches diesen Misstand beseitigt. Allgemein gibt es sehr viele Plugins für VMC bzw. MCE (welche oft aber auch unter VMC funktionieren).
Das größte Problem stellt immer noch der Empfang von DVB-S dar. Nicht ganz verständlich, da bis 2010 die analogen Sender abgeschaltet werden sollen. Doch es gibt mehrere Lösungen (vielleicht noch mehr als die von mir angesprochenen) um auch dieses Problem zu beseitigen.
Auf die Netzwerkanbindung bin ich jetzt nicht speziell eingegangen, aber dennoch: Logischerweise hat der PC auch eine LAN-Schnitstelle. Man sollte sich jedoch darüber im klaren sein, dass man gegebenenfalls ein zweites Netzwerkkabel benötigt oder gleich auf WLAN setzt. Das VMC liefert nämlich viele Online-TV-Programme wie zum Beispiel n-tv mit, welches dann mehr oder weniger interaktiv angeschaut werden kann. Auch sind Youtube Plugins vorhanden, mit denen man dann durch die gesamte Online-Welt zappen kann. Zudem kann der HTPC als Datenzentrale genutzt werden. Musik, die ich über das Headset meines Desktop-PCs hören will, öffne ich einfach von der Festplatte des HTPCs. Auch ist Streaming zu anderen PCs im Netzwerk kein Problem (allerdings nicht von mir getestet).
Online-Radiosender können zwar nicht ohne weiteres hinzugefügt werden, aber auch für dieses Problem bietet die Community eine kostenlose Lösung durch Plugins.
Ansehnliche Benutzeroberfläche
In dieser Hinsicht lohnt sich Windows Vista natürlich: Die Benutzeroberfläche ist einfach genial. Mit meiner Hardware Zusammenstellung läuft alles flüssig. Man sollte eben die nicht gebrauchten Effekte und Dienste deaktivieren. Vor allem der Indizierungsdienst kann nervig sein, da dieser andauernd auf die Festplatte zugreift. Eben die Macken von Windows Vista. Und dem vorzubeugen einfach Google zum Thema “Vista Tuning” befragen.
TIPP: Das Aktivieren der “2 Prozessorkerne beim Booten” bringt nichts. Vista benutzt beide Kerne. Diese Funktion ist nur dafür gedacht, den Bootvorgang (aus welchen Gründen auch immer) auf nur einen Kern zu beschränken. Das Missverständnis kommt daher, dass die Option “1″ in der deaktivierten Auswahlliste vormarkiert ist.
Bedienbar per Fernbedienung
Die Fernbedienung ist eine gute Sache. Sie wird von Vista ohne Murren erkannt und die Treiber werden gleich mitgeliefert. Ich schätze das dürfte bei allen VMC-Fernbedienungen der Fall sein. Wer hofft die Fernbedienung seiner TV-Karte benutzen zu können wird oft enttäuscht. Dies ist meist nämlich nicht möglich (bei meinen beiden TV-Karten hat es nicht funktioniert). Dennoch: Ein Fortschritt gegenüber den MCE. Damals gab es nur eine einzige Fernbedienung zu kaufen.
HD-Fähig
Mit einem Blick in die Zukunft habe ich nun auch realisiert, was realisiert werden musste. HD-TV ist ohne Ruckeln möglich. Wie es mit BluRay und HD-DVD aussieht, kann ich nicht sagen. Doch ist der Austausch des DVD-Players keine größere Sache. Bei gegebener Zeit werde ich es also herausfinden. Die Grafikkarte kommt laut Herstellerangaben mit HD zurecht. Mal sehen. Bis dahin bekommt man die 8er Reihe von nVidia vermutlich genau so hinterher geworfen wie die 7er Reihe jetzt.
Geräuscharm
Durch die passiv gekühlte Grafikkarte sowie eine durchdachte Wahl des Prozessors gelingt das Zusammenstellen eines nicht störenden HTPCs mühelos. Man sollte darauf achten, so wenige Lüfter wie möglich zu verwenden.
Auch die Festplattenentkopplung leistet sagenhafte Dineste. Mit einer aktuelleren Festplatte (wie z.B. einer Western Digital) dürfte die endlose Arbeit der Leseköpfe bzw. der Motoren gar nicht mehr zu hören sein.
Angenehmes Aussehen (Wohnzimmertauglichkeit)
Wohnzimmertauglich ist das Gehäuse auf jeden Fall. Will man der Frau eine Freude machen, kauft man das Gehäuse vielleicht nicht in schwarz, sondern in Silber. Macht genau so was her. Die Maße entsprechen übrigens denen eines 19″-Gehäuses. Damit kann der HTPC auch problemlos in ein Hi-Fi-Rack eingebaut werden.
Durch die edle Oberfläche der Gehäusefront sieht man auch was für sein Geld. Das Gehäuse ist ja nicht gerade eines der billigsten.
Stromsparend
Auch wenn man noch einen 42″ Plasma Fernseher und einen 5000€ A/V-Receiver mit dementsprechenden Lautsprechern im Heimkino stehen hat, muss man es ja trotzdem nicht übertreiben. Der PC lief ohne Probleme mit einem 350W Netzteil und blieb stabil. Die Grafikkarte benötigt keine PCI-Express Stromversorgung.
Bei Maximalauslastung beläuft sich der Stromverbrauch auf [xxx] Watt. Im Desktopbetrieb bzw. im VMC Menü sind es [xxx] Watt. Alles in allem ein vertretbares Ergebnis.
So wenig Fremdsoftware wie möglich
Da das Betriebssystem alleine ja schon 139€ kostet, wollte ich bei weiterer Software so gut wie möglich auf Fremdsoftware verzichten. Auch das ist mir gelungen, bis auf DVBViewer und DVBSBridge, welche aber eine durchaus lohnende Investition darstellen. Man kann VMC auch durch die zahllosen Plugins erweitern, die im Internet zu finden sind.
Fazit
Wem es spaß macht sich mit Hard- und Software herumzuschlagen, für den ist der Eigenbau eines HTPCs genau das richtige. Man muss keine Abstriche mehr machen oder sich zwischen mehr Festplattenkapazität oder höherem Bedienkomfort entscheiden, wie das oft bei Geräten von Mediamarkt der Fall ist. Vor allem hat man schon (fast) einen Home Server. Festplattenreceiver mit DVD-Brenner und Netzwerkanbindung – Selten am Markt.
Die Sache hat natürlich ihren Preis, mit 600€ für Hardware muss man schon rechnen. Mein Limit waren ursprünglich 500€ – bei den Zielen aber fast unmöglich. Das kaputte (und nicht umtauschbare) Netzteil und die TechniSat SkyStar 2 sind gar nicht mit eingerechnet. Von Vorteil ist es auf jeden Fall, wenn man noch Komponenten übrig hat wie zum Beispiel den DVD-Brenner oder die Festplatte. Außer Festplatte musste ich ja jedes Kabel neu kaufen, das ist beim aufrüsten natürlich ganz anders.
Wer sich nicht so mit Hardware auskennt oder sich das Projekt nicht zutraut kann auch zu einer fertigen HTPC-Lösung oder einem Barbone greifen. Doch auch hier sollten mindestens 500€ investiert werden, denn es sollte ja schließlich die letzte Anschaffung (wenigstens für ein oder zwei Jahre) in diesem Bereich sein. Nie wieder neue DVD-Player dank neuer Codecs kaufen. Nie wieder eine DVD oder Video-CD aufgrund eines fehlenden Codecs nicht abspielbar.
Die Schattenseite: Ist eine Komponente defekt ist es natürlich aus mit Fernsehen, DVD und Radio. Die Festplatte ist bei z.B. Timeshift die ganze Zeit aktiv und auch am anfälligsten für Defekte.
Ich hoffe ich konnte mit meinen Erfahrungen anderen Helfen, die etwas ähnliches vorhaben oder gerade dabei sind, sich ihren HTPC zu konfigurieren oder zu installieren.
Bei Fragen könnt ihr gerne in die Comments posten oder mich per E-Mail kontaktieren, ich antworte auf jede Frage
Hinweis: Alle Preise sind aus dem Online Shop von K&M Elektronik. Da die Preise täglich schwanken, habe ich den Durchschnitt aus dem Filial- und dem Onlinepreis genommen. Alle Preise sind vom 24. Oktober 2008.
To-Do:
- Screenshots einfügen
- Bilder einfügen
- Rechtschreibung

Gute Ansätze, die man verfolgen sollte.
Vom 23. Oktober 2009 um 06:43 UhrVielen Dank für den Hinweis auf DVBSBridge – werde ich einmal probieren, denn eine einzige Oberfläche in Vista (Home Premium ist für mich immer noch das System der Wahl für einen HTPC) wäre einfach genial.
Die von Dir gewählten Komponenten halte ich allerdings nicht mehr für sehr zeitgemäss. Für HD (TV und BD) würde ich immer auf einen Intel Prozessor und Mainboard mit GeForce 9300/9400 onboard Grafik zurückgreifen. Als Prozessor würde ich den preiswerten E5200 oder den E8400 empfehlen, letzteren allerdings nur, wenn Postprocessing (ffdshow/avisynth) betrieben werden soll.
Da bedauerlicherweise (warum aber nur ??) Mainboards mit Nvidia onboard IGP immer weniger verfügbar sind, ist mir schon klar, dass auch dieser phantastische Vorschlag in Kürze vom Lauf der PC Geschichte eliminiert werden wird
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Eigentlich schade.
Beste Grüsse
Vom 29. Oktober 2009 um 17:26 UhrStefan